28 Januar 2021

Alles, was du über Covid-19, Diabetes und Impfungen wissen musst

     

Wir alle haben mittlerweile von Covid-19 gehört, der Krankheit, die vom Coronavirus ausgelöst wird und derzeit für die weltweit schlimmste Pandemie seit 100 Jahren verantwortlich ist. Die Erkrankung ist anders, weil sie neu ist und sich nur schwer vorhersehen lässt. Die Bekämpfung der Pandemie ist schwierig, weil es nur wenige Informationen gibt. Daher geht man jeden weiteren Schritt nach dem schmerzhaften Prinzip ‘Versuch macht klug’. Das gesamte Wissen, das wir uns zurzeit aufbauen, wird direkt angewendet. Es ermöglicht in immer mehr schweren Fällen eine gute Behandlung. Dennoch sterben weiterhin viele Menschen an Covid-19.

Covid-19 und Diabetes

Diabetes stellt keinen Risikofaktor für die Ansteckung mit Covid-19 dar.  Wie heftig die Erkrankung abläuft, kann allerdings durch Diabetes beeinflusst werden: hohe Blutzuckerwerte, Komplikationen, starkes Übergewicht und höheres Alter erhöhen das Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19. Dies gilt insbesondere für Typ-2-Diabetes, manchmal aber auch für Typ-1-Diabetes.

Die Empfehlungen, um das Risiko für eine Ansteckung mit Covid-19 zu reduzieren, kennen wir mittlerweile alle nur zu gut: Händewaschen, Alltagsmaske tragen, soziale Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum reduzieren. Um dem lästigen kleinen Virus im Falle einer Infektion möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, gilt die Empfehlung, die Blutzuckerwerte so gut wie möglich im Griff zu haben. Leichter gesagt als getan. Die Infektion selbst kann den Blutzucker nämlich auch ansteigen lassen und es zu einer noch größeren Herausforderung machen, die Werte hübsch zwischen den Linien zu halten…

Impfungen

Impfungen bringen dem Immunsystem bei, das Virus zu bekämpfen, ohne die Erkrankung selbst durchmachen zu müssen. Aktuell gibt es hierfür zwei verschiedene Wege: Bei der ersten Impfstoffvariante wird ein Stückchen MessengerRNA (mRNA) in die Zelle eingeschleust, das einen Proteinbestandteil des Virus herstellt. Daraufhin produziert unser Körper Antikörper gegen diesen Proteinbestandteil um das Virus auszuschalten. Bei der zweiten Variante wird ein Virusbestandteil oder ein aktives, aber harmloses Virus als Träger für ein Protein des Coronavirus gespritzt. Auch diese Impfung aktiviert die Körperabwehr gegen das Virus.

Beide Varianten können eine Reaktion des Körpers hervorrufen, die einer leichten Infektion ähnelt. Anzeichen sind eine lokale Hautreaktion, Fieber oder Kopfschmerzen etc. Diese Symptome halten normalerweise nicht lange an und sind ein gutes Zeichen dafür, dass der Körper lernt, sich gegen das Virus zu verteidigen. Eine Impfung kann eine Ansteckung zwar nicht verhindern, doch es mildert ihren Verlauf deutlich ab, weil das Immunsystem sich auf die Abwehr vorbereitet hat.

Impfungen und Diabetes

Menschen mit Diabetes sollten in den ersten Tagen nach der Impfung ihre Blutzuckerwerte aufmerksam im Blick behalten, da die Immunantwort zu vorübergehenden Blutzuckeranstiegen führen kann, ähnlich wie bei einem leichten grippalen Infekt. Da die aktuell verfügbaren Impfstoffe gegen Covid-19 in zwei Dosen verabreicht werden, heißt es entsprechend auch zweimal ein bisschen genauer auf die Werte schauen.

Aus den Studien, die bislang zu den mRNA-Impfstoffen veröffentlicht wurden, geht hervor, dass das Alter des Geimpften keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Impfstoffs hat. Ob  Diabetes die Wirksamkeit des Impfstoffs beeinflusst, ist bislang nicht bekannt. Es ist zwar sehr unwahrscheinlich, doch es gab nicht genügend Studienteilnehmer mit Diabetes, um derartige Rückschlüsse zu ziehen. Da mittlerweile überall in der Welt mit dem Impfen begonnen wurde und Wirkung ebenso wie Nebenwirkungen des Impfstoffs genau beobachtet und dokumentiert werden, werden aber bald mehr Daten zu diesem Thema vorliegen.

Über Dr. Fred Storms

Dr. Fred Storms ist einer der führenden Experten in der Behandlung von Diabetes mellitus in den Niederlanden und medizinischer Berater von ViCentra. Bis zu seiner Pensionierung war Dr. Storms im St. Antonius Hospital in Utrecht tätig. Er hat ein großes Interesse an den medizinischen und technologischen Fortschritten in der Diabetesbehandlung und hofft mit ihrer Hilfe das Leben für Menschen mit Diabetes verbessern zu können.

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